Ironman Aviso vom 3. Juli 2009 Das Rennwochenende zum Kärnten IRONMAN Austria wurde am Donnerstag, den 2. Juli mit dem ersten Tag der Sportmesse eröffnet. Schon am Vormittag herrschte auf dem Expo-Gelände, auf dem auch die Teilnehmer des 11. IRONMAN Rennens am Wörthersee ihre Startunterlagen abholen, reges Treiben. Zahlreiche Aussteller präsentieren die neuesten Triathlonräder und feinstes Equipment rund um's Schwimmen und Laufen. Am Abend des 2. Juli fand das erste Highlight an diesem sportlichen Event-Wochenende in Klagenfurt statt. Bei der Kleine Zeitung Company Triathlon Challenge haben sich insgesamt 680 Teilnehmer auf die 300m Schwimmen, 10km Radfahren und 3km Laufen begeben. 94 Einzelstarter und 178 (!!) Staffeln nahmen die Herausforderung an und stellten sich einem stimmungsvollen und lustigen Bewerb. Klagenfurt ist definitiv Triathlonerprobt und -begeistert. Zahlreiche Zuseher säumten die Strecken und im Zieleinlauf probten die Fans das Klatsch- und Trötkonzert für den großen Tag am Sonntag. Als Gewinner ging Lukas Gaggl vom HSV Triathlon in 0:33:03 hervor. Die stärkste Staffel war Wolfsberg Triathlon Vol.2 mit Manuel Wutscher, Roland Karrer und Philipp Podsidlik in 0:31:33.
Am Freitag Vormittag fanden sich die internationalen und nationalen Favoriten zur Pressekonferenz ein. Die Stars, die über 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad fahren und 42 km Laufen am Sonntag um die Spitzenplätze kämpfen, zeigten sich allesamt heiter und entspannt. Marino Vanhoenacker, der bereits in den vergangenen drei Jahren als großer Sieger gefeiert wurde, vermittelt gewohnt routiniert seine positive und doch zurückhaltende Einstellung zum Rennen am Sonntag. Einer, der mit der bestechenden Radstärke Marinos mithalten könnte, ist der Schwede Björn Andersson. Auf der abschließenden Laufstärke wird sich allerdings zeigen, wer letztlich die Nase vorne hat. Andersson hat erst wenige Ironman-Rennen bestritten. Stephen Bayliss hingegen, dessen Frau Bella bei den Damen klar als Favoritin gehandelt wird, dürfte hier der stärkste Gegner von Marino werden. Der Österreicher Bernhard Hiebl, der erst im Vorjahr von der Kurz- auf die Langdistanz gewechselt hat, ist ebenfalls ein sehr guter Läufer. Seinen Aussagen zufolge könnte er beim Kampf um die Stockerlplätze ein Wörtchen mitreden. Peter Schoissengeier, der immer wieder durch spektakuläre Stunts beim Zieleinlauf von sich reden macht, peilt am Sonntag eine Zeit um 8:20 h an. Auf welchem Platz in den Top Ten er sich letztlich einfindet, spielt für ihn keine so große Rolle, wenn er ein solides Rennen abliefern kann. Auf seine Zielakrobatik darf man jedenfalls gespannt sein.
Große Erwartungen richten sich im Rennen um die Podestplätze bei den heimischen Damen an Eva Dollinger. Die Tirolerin war ebenfalls wie Bernhard Hiebl viele Jahre im ITU Weltcup unterwegs und wechselte erst kürzlich auf die lange Ironman Distanz. Schwer machen könnte es ihr Veronika Hauke, die nach einem weniger guten Jahr 2008, heuer hochmotiviert und in Top-Form an den Start geht. Die beste Österreicherin im Vorjahr, Marlies Penker, zeigte sich bei der Pressekonferenz etwas geknickt, Verletzungen zwangen sie zu einer längeren Pause und ihr Ziel für Sonntag lautet schlicht: Einfach gut durchkommen.
Nicht anwesend bei der Pressekonferenz war Hannes Hempel, dessen Start aufgrund von Dopinggerüchten umstritten und Gesprächsthema Nummer 1 ist. Hannes holte gestern Nachmittag wie viele andere Athleten auch, seine Startunterlagen ab und laut Presseaussendung wird er so stark sein, wie noch nie. Kurz davor vermeldete sein Pressesprecher offiziell, dass die NADA ein Verfahren gegen Hempel eingeleitet hat. Sein Anwalt Herwig Hasslacher: "Es geht um die von Herrn Bernhard Kohl ohnehin schon bekannten, zuletzt in stets wechselnder Verantwortung aufgestellten Behauptungen. Hannes Hempel erhält nun die Möglichkeit, vor der NADA in einem fairen Verfahren die Unrichtigkeit dieser Anschuldigungen von Bernhard Kohl zu belegen", so Hassler. Der Start beim IRONMAN AUSTRIA 2009 in Klagenfurt stehe überhaupt nicht in Frage.
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